Die Entwicklung der Genossenschaft von 1972 - 2012

1972

gründeten 22 Anlieger vom Budörp in Leezen die Wasserversorgungsgenossenschaft Leezen-Budörp e.G.
8 Gründungsmitglieder sind heute noch dabei.

Rudolf Stolten (Vorsitzender), Walter Landsmann (Stellvertreter) und Hans Teggen bildeten den Vorstand und Reinhard Rode wurde Aufsichtsratsvorsitzender. Als weitere Aufsichtsratsmitglieder wurden gewählt: Fritz Niemax, Ewald Kramer.
Ewald Kramer und Reinhard Rode sind heute (2012) noch in den Organen.

Die erste Baumaßnahme war die Verlegung der Wasserleitung am Budörp in einer Länge von 1.433 m zum Preis von 61.950,35 DM. Die Baukosten wurden auf die 22 Mitglieder umgelegt.
Da die Genossenschaft noch keinen eigenen Brunnen hatte, wurde das Wasser von der Brunnenbaufirma Zabel bezogen, die in der Raiffeisenstraße 22 einen Brunnen hatte, der genügend Wasser förderte.

1973- 1979

Es erfolgte in 5 weiteren Bauabschnitten die Erweiterung des Leitungsnetzes.
Die Kosten betrugen 491.257,02 DM

1976

wurde der erste eigene Brunnen für 48.230,69 DM und das Pumpenhaus für 10.807,00 DM am Ortsausgang Leezen Richtung Groß Niendorf gebaut. Das Land wurde vom Landwirt Ruschke erworben.

1978

Das Brunnengelände wurde durch den Kauf einen weiteren Fläche erweitert und ein zweiter Brunnen wurde im Juli gebohrt. Die Baukosten betrugen 40.247,83 DM

1979

Im Zuge der Flurbereinigung in der Gemeinde Leezen wurden die Feldleitungen verlegt, die dann nach der Fertigstellung von der Genossenschaft übernommen wurden.
In den Jahren von der Gründung der Genossenschaft bis 1980 wurden weitere Ortsteile in Leezen an das Wassernetz angeschlossen. Die Baukosten wurden jeweils auf die Anlieger umgelegt.
Anzumerken ist hier, dass die Wasserversorgungsgenossenschaft niemals Zuschüsse erhalten hat. Die Genossenschaft und somit die Mitglieder haben alle Baukosten aus eigener Finanzkraft geleistet.

1980-1981

Da die Wassergenossenschaft Krems I Probleme mit der Brunnenanlage hatte, wurde von der Leezener Genossenschaft eine Wasserleitung nach Krems I und in der Seestraße für 195.911,33 DM gebaut. In Krems I wurde der Brunnen stillgelegt und das Wasser wurde von unserer Genossenschaft bezogen.

Die gemeindeeigene Brunnenanlage Schmiedekamp wurde geschlossen und die Genossenschaft übernahm die Wasserversorgung

1989

Die gemeindeeigene Brunnenanlage Schiefer Berg, die die Lüttkoppel und den Schiefen Berg mit Wasser versorgte, wurde stillgelegt und die Wasserversorgungsgenossenschaft übernahm die Versorgung.

1996

Das Betriebsgebäude des Wasserwerkes wurde erweitert.
Baukosten: 152.005,18 DM. Und es wurde eine Wasseraufbereitungsanlage der Firma Berkefeld installiert. Investitionskosten: 314.646,13 DM

2002

Die Wassergenossenschaft Krems I wird mit unserer Genossenschaft verschmolzen.

2012

Der Gemeinschaftsbrunnen im Preestermüssen wird Anfang des Jahres stillgelegt und die Anlieger im Preestermüssen treten in die Genossenschaft ein und beziehen Trinkwasser vom Wasserwerk. Somit sind 2012 alle Grundstücke bis auf ein Grundstück in den Ortsteilen Leezen und Krems I an das zentrale Wassernetz angeschlossen.

Übernahme des Leitungsnetzes zur Trinkwasserversorgung des Neubaugebietes Op de Marsch.

2014

Erneuerung des Filtermaterials und der Filterdüsen in der Wasseraufbereitungsanlage im Wasserwerk. Investitionsvolumen 27.000 €.

2015

Übernahme des Leitungsnetzes zur Trinkwasserversorgung des Neubaugebietes Lindhoff.

2016

Digitalisierung der elektrischen Anlagen und Erstellung eines Glasfaseranschlusses im Wasserwerk. Zukünftig werden Fehlermeldungen aus dem Wasserwerk umgehend online gemeldet.

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende, zuständig für die Technik des Wasserwerkes, tritt nach 37 Jahren Vorstandsarbeit aus gesundheitlichen Gründen von seinem Amt zurück.
Auf der Mitgliederversammlung werden der Einsatz für die 37 jährige Verantwortung für die Genossenschaft vom Vorstand gewürdigt und Herrn Tollschnibbe der Dank für seinen Einsatz ausgesprochen.

1972 – 1996

In diesem Zeitraum wurden von der Genossenschaft in das Rohrnetz, die Brunnenanlage und das Pumpenhaus 1.315.055,53 DM investiert.

Die Neubaugebiete wurden von der Gemeinde Leezen voll erschlossen und die Trinkwassernetze gingen dann in den Besitz der Genossenschaft über. Die Unterhaltungskosten der Netze sind dann von der Genossenschaft zu tragen.

Mitgliederentwicklung

1972 22 Mitglieder
2012 466 Mitglieder

Geschäftsführer der Genossenschaft

1972 – 1985 Hans Rode
1986 – 1999 Klaus Mohrdieck
2000- Reinhard Rode

Wasserwerker

In den Anfangsjahren hat der damalige Vorstandsvorsitzende Rudolf Stolten das Wasserwerk betreut. Als dann Gerhard Tollschnibbe, als ausgebildeter Ver.-und Entsorger, in den Vorstand gewählt wurde, übernahm er die technische Betreuung des Wasserwerkes und des Rohrnetzes.

Die Entwicklung der Wasserpreise

1972/1974 Jahresgrundgebühr 120,00 DM
1975 Jahresgrundgebühr 84,00 DM
1987 Jahresgrundgebühr 60,00 DM
1990 Jahresgrundgebühr 36,00 DM
2001 Jahresgrundgebühr 60,00 DM
2004 Jahresgrundgebühr 33,60 €
2006 Jahresgrundgebühr 41,09 €
ab 2008 Jahresgrundgebühr 38,40 € plus 7% Mehrwertsteuer
1972 1 m³ Trinkwasser 0,35 DM
2004 1 m³ Trinkwasser 34,00 Cent inkl 7% Mehrwertsteuer
2006 – 2012 1 m³ Trinkwasser 36,38 Cent inkl. 7% Mehrwertsteuer
ab 2018 1 m³ Trinkwasser 40,- Cent plus 7% Mehrwertsteuer

Reinhard Rode, August 2018